Weinbau und Tourismus sind die Haupterwerbszweige des Ortes. Trittenheim / Mosel

Der Name ist wahrscheinlich auf den fränkischen Personennamen 'Tritto' oder 'Trutto' zurückzuführen; urkundlich erstmals erwähnt wird Trittenheim im Prümer Urbar von 893; spätantike Grabfunde lassen eine ältere vorfränkische Besiedlung vermuten.

Bildergalerie von Trittenheim / Mosel

Weinlagen in Trittenheim / Mosel

Apotheke und  Altärchen, sowie in Privatbesitz Felsenkopf und Leiterchen. Als Hauptrebsorte wird Riesling angebaut (urkundlich schon 1562 als 'roeßling' belegt); man beginnt in kleinem Umfang die Wiederanpflanzung von Rotwein, dessen Anbau bis zur Mitte des 19. Jh. für Trittenheim belegt ist.


Sehenswertes in Trittenheim / Mosel

  • der sog. "Eselstratt", ein Menhir, ca. 3000 Jahre alt, zwischen Trittenheim und Klüsserath gelegen

  • Der "Fahrfels" vis-a-vis zu Trittenheim mit Sonnenuhr und wunderbarer Aussicht

  • Die Pfarrkirche St. Clemens, ein spätbarocker Saalbau (1790-1793), vermutlich von Joh. Neurohr, besitzt eine barocker Ausstattung. Statuen sind teilweise von Joh. Neudecker von 1720, der Taufstein stammt aus der Renaissance; Orgelprospekt der Orgelbaufamilie Stumm (1840)

  • Auf dem Friedhof steht ein Friedhofskreuz von 1643 mit einem spätantiken Kelterstein als Podest. In der Friedhofsmauer nach Süden befindet sich ein Wappenstein des 17. Jahrhundert.

  • Renovierte Laurentiuskapelle mit einem Schiff aus dem 16. Jahrhundert (1569 erstmals erwähnt, 1583 erweitert, Ruine 1920 um Turm ergänzt).

  • Sechs Bildstöcke an verschiedenen Standorten im Ort, sog. "Pestkreuze", von denen fünf zum Motivkreis des Schmerzhaften Rosenkranz aus dem Jahre 1654 stammen, ein weiterer Bildstock als Ergänzung aus dem Jahre 1657.
    Auf der Anhöhe Acht steht ein Schaftkreuz aus dem Jahre 1683 in einer Kapelle.

  • Noviziatshof in der Ortsmitte (Haus der Touristeninfo)

  • ein alter Gutshof der Trierer Jesuitenniederlassung (Noviziat), die seit 1570 in Trittenheim reich begütert war. Einige Gebäudeteile stammen noch aus dem Ende des 16. Jh., der Neubau aus den Jahren 1724/27. Ein reich geschnitztes Türblatt findet sich heute im Gemeindehaus. Der Torbogen zeigt das Wappen der Trierer Jesuitenniederlassung.

  • Zwei Fährtürme an der Mosel (zwischen 1740 und Mitte des 19. Jahrhunderts erbaut)

  • Das Bahnhofsgebäude auf der rechten Moselseite erinnert noch an die Zeit der Moselbahn, die zwischen 1903 und 1968 als Privatbahn verkehrte.

  • Inmitten der Weinberge befindet sich ein jüdischer Friedhof von 1897.Eine ehemalige Synagoge von 1856 steht in der Olkstraße.

  • Repräsentatives Pfarrhaus in der Spielesstraße (1857), daneben altes Schulhaus mit Bauteilen von 1824/25 und Erweiterung von 1890.


Anklicken zum Vergrößern

Geschichte in Trittenheim / Mosel

  Berühmte Trittenheimer:

Das Brückenarrangement (Brückenkopf der ersten Brücke von 1907/09 und Brücke von 1989/92) enthält ein Standbild des Johannes Trithemius. Der am 1.2.1462 in Trittenheim geborene Abt und renaissancezeitl. Humanist hieß mit Familienname vermutlich Zeller; nannte sich in latinisierter Form nach seinem Geburtsort. Nach Studien in Trier, in den Niederlanden und Heidelberg trat er 1482 in das Benediktinerkloster St. Martin in Sponheim ein, wurde dort 1483 zum Abt gewählt, resignierte jedoch 1505 aufgrund vehementer Missstimmigkeiten. Anschließend wurde er Abt des Schottenklosters in Würzburg, wo er am 13.12.1516 verstarb; sein Grabmal befindet sich im Neumünster. Der Wissensdrang des drei Sprachen (Latein, Griechisch, Hebräisch) beherrschenden Abtes fand seinen Ausdruck in seiner Bibliomanie, durch die die Sponheimer Klosterbibliothek rund 2000 Handschriften und Frühdrucke umfasste. Trithemius stand in enger Beziehung zu den deutschen humanistischen Kreisen seiner Zeit: Agricola, Reuchlin, Dalberg, Celtis; sein Ruf zog Gelehrte und geistliche wie weltliche Oberhäupter an, verschaffte ihm Aufgaben in der Mohnaastischen Reformbewegung seines Ordens und z.T. in der Diplomatie. In literarischer Hinsicht hinterließ er ein umfangreiches Werk mit religiös-theologischer, monastischer, historiographischer, literaturhistorischer und kryptographischer Literatur.
 
Ein weiterer bekannter Trittenheimer ist Stefan Andres, der 1906 im Ortsteil Dhrönchen geboren wurde. Der Bau der Dhrontalsperre führte die Familie 1910 nach Schweich. Obwohl zum Geistlichen bestimmt studierte er in Köln, Jena und Berlin Germanistik, Philosophie u. Kunstgeschichte (1929/32). 1932 Eheschließung mit Dorothee Freudiger. Seit dieser Zeit freier Schriftsteller; ging 1937-48 mit seiner Familie ins Exil. Nach dem Krieg lebte er in Positano/Italien, lebte dann seit 1950 in Unkel/Rh., bevor er 1961 wieder nach Rom übersiedelte, wo er am 29.6.1970 verstirbt. Wichtige Werke, die von seinem kritischen christlich-humanistischen Geist getragen sind: "Wir sind Utopia", "Die Sintflut", "El Greco malt den Großinquisitor", "Der Knabe im Brunnen", "Hochzeit der Feinde", "Die unsichtbare Mauer".

Das Mosella Team bedankt sich recht Herzlich bei
Christoph Schmitt aus Calw
für die obigen Informationen.
 

Veranstaltungen in Trittenheim / Mosel

 
siehe Veranstaltungskalender
 

 
Mehr Informationen zu Trittenheim erteilt Ihnen:
 

Tourist-Information
Moselweinstrasse 55
54349 Trittenheim

Tel.: 06507 / 2227
Fax: 06507 / 2040