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Zell war stets die Stadt, dort wurde gehandelt und verwaltet seit römischer Zeit. Auch heute macht Zell,
mit Geschäften, deren große Schaufenster an geraden Straßen liegen, einen kleinstädtischen Eindruck.
Kaimt dagegen war Winzer-, Bauern- und Fischerdorf und ist es zum Teil bis heute geblieben. Enge,
winklige Gassen mit Winzerhäusern bilden den Ortskern, Geschäfts- und Bürgerhäuser sind dort nicht
zu finden. Der Verkehr auf der Bundesstraße umgeht den Ort, und die kleinen Gassen laufen hinunter
zum Moselufer, wo auch kein Durchgangsverkehr die spielenden Kinder und die Spaziergänger stört.
Oberhalb, auf der Hochfläche des Barl, liegt das Neubau- und Industriegebiet
Zell-Barl. Weiter nach Norden aber ist der perfekt geschwungene Bogen des Zeller Hamm noch ungestört mit Wald und
Weinbergen bedeckt. Auf dem markantesten Platz dieser Halbinsel, wo sich die beiden Moseltäler bis
auf 400 Meter nähern, steht heute die Marienburg. Seit Urzeiten hat dieser besondere Platz die
Menschen angezogen, die Kelten erbauten hier eine Kultstätte, die Römer eine Befestigung. Das
Kloster für adlige Augustinerinnen (seit 1127) wurde vom Kurfürsten 1515 wegen "gelockerter Zucht
der Chorfrauen" aufgelöst. Er ließ eine Festung dort errichten, die schließlich verfiel. Heute steht dort
eine Jugendschulungsstätte der Diözese Trier, die gotischen Reste sind in den Neubau integriert.
Sportzentrum von der Briedeler Wilhelmshöhe aus
betrachtet.
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