als Beitrag zur Steigerung des "Naturtourismus" an der Mittelmosel

Beschreibung der "4ST" ("4-Schanzen-Tournee"), ein abenteuerlicher Weg / Pfad für geübte Wanderer. Sie lernen alte Pfade kennen, eine "Katakombe", den "Uhu-Felsen" mit dem "4-Häuser-Blick" von Kautenbach, die 3 Trarbacher Schanzen, die Kampsteine und den "Hofboor". 
Aber beginnen wir mit dem Start:
Ausgangs- und Endpunkt ist der Moselparkplatz in Trarbach, den Verkehrsamtsleiter Klaus Bürkle und Herbert Baschab für alle Trarbacher Wanderwege vorschlagen. Der "4-Schanzen-Tournee-Weg" möge von dort durch die Graben- oder Weiherstraße zum Weihertorplatz führen. An der alten Stadtmühle finden Sie geschichtliches zur Stadt. Von dort geht es am Kautenbach entlang, bis rechts 4 Garagen mit braunen Toren auftauchen. Den Weg zur Wildbadstraße gehen wir, überqueren sie und sehen das alte Wegeschild mit den zwei Pfeilen und dem Hinweis "Ameisenpfad" und "Bernkastel". Wir biegen nach ca. 40m links ab auf den alten "Ameisenpfad" entlang früherer Weinberge, bis wir auf den neuen "Ameisenpfad" (T7) stoßen. Wir folgen ihm nach links abwärts zur Gräffsmühle / Thermalbad. Letztes lassen wir links liegen, falls wir nicht baden gehen wollen, und begeben uns auf den ebenfalls wohlklingenden "Elfenpfad" am Hang entlang in Richtung des früheren Kultsteins "Wildstein" = Wendelstein bzw. des früheren "Bad Wildstein". Dort, wo wir erstmals auf witterungsfeste, graue Plastik-4ST-Schildchen der Maße 10 x 6cm stoßen, gehen wir geradeaus auf dem gut beschilderten T3 weiter und erreichen die "Rote (eisenhaltige) Quelle". Nach 2Minuten haben wir die Einkehrmöglichkeit in der "Kogge" (dienstags Ruhetag). Natürlich hätten wir auch mit dem Bus bis hierhin fahren können. Ca. 30m oberhalb dieses Hotels führt eine Brücke über den Kautenbach. Wir gehen nach links an ca. 13 umfangreichen, hohen und 105 Jahre alten Douglasien vorbei (die zweitgrößten in Rheinland-Pfalz mit "Brusthöhendurchmesser" von ca. 1.20m). Nach einer Minute windet sich der "Wirtzfeldpfad" in Serpentinen aufwärts. 
Da der Weg recht steil ist, sollten Herzkranke diesen Weg meiden. Für diese Touristen empfehle ich den "Hubertusruh-Weg" an den Fischteichen vorbei. Die neuen "4ST"-Schilder und der teils neu geschubbte Pfad führen nach ca. 145 Metern zur "Katakombe", einer eindrucksvollen Schieferhöhle.

Hier haben wir das steilste Stück des Pfades hinter uns, ab hier geht es rechts am Hang aufwärts zum "Uhufelsen", von wo sich ein wunderbarer Blick bietet: auf 4 Häuser von Kautenbach, Nord- und Südviertel, auf den darunter liegenden "Franzosengraben", auf die Häuser von Longkamp, auf den Felsen mit dem Namen "Bischofsmütze" am Hang der kegelförmigen "Gottwertshöhe" (Gottwert = der erste Gast des früheren Bad Wildstein), auf das Naturdenkmal "Fronhofer Eiche" links oben auf der Feldflur. Dieser Ausblickplatz könnte oder sollte noch abgesichert werden, auch wenn jeder für seine eigene Sicherheit verantwortlich ist.

Nach der Rast auf einer 3 Personen Platz bietenden Natur-Steinbank geht es ca. 50m zur Gabelung zurück und erst rechts, dann am Hang links aufwärts über alte Schiefergruben hinweg. Gruben (= Kaulen / Kauden / Kauten)) gibt es viele im Tal, daher wahrscheinlich der Name Kautenbach und Kaudenbach, letzterer Name auf Karten im Museum.

Die Schieferabfallhalde ist mit 5 Birken bepflanzt. Über den nächsten Felskamm (ohne Blick ins Tal) geht es nach rechts bis zu einem befestigten Waldweg. Hier, am Ende des Pfades, steht ein Schild mit dem Namen des schon 1902 und 1911 erwähnten und ausgeschilderten Wanderpfades. "Wirtsfelspfad" steht auf dem alten Schild, aber der Name stammt von dem damaligen Herrn "Wirtzfeld", der offenbar in Traben-Trarbach Chef des Telegrafenamtes war, wie Ernst Käss, Lehrer im Ruhestand, erzählte. Sein Großvater führte damals das Hotel "Käss", heute die "Kogge". 

Aus Rücksicht auf das Wild folgen wir nicht mehr dem Urpfad von 1911, sondern dem breiten Waldweg nach rechts. Nach der bald anschließenden Linkskurve geht es geradewegs zur "Simmenacher Scheune", dem heutigen Pferdegestüt, der früheren Schäferei, wo die Wanderer wie in den Alpen früher frischen Schafskäse kaufen konnten. 
Es geht weiter zu den drei Trarbacher Schanzen, indem Sie etwa 200m in Richtung der Fischteiche und dann links dem Laufgraben der ersten Schanze folgen (die in den bisherigen Wanderkarten nicht eingezeichnet ist). Die zweite Schanze liegt links des Weges in ca. 75m Entfernung. Nach der Begehung kehren wir auf dem Weg zurück in Richtung Irmenach, überqueren am Waldrand die neue Landstraße und halten Kurs auf Starkenburg auf der früheren Landstraße. Nach ca. 200m liegt rechts am Weg die 3. Schanze. Beim Weitergehen sehen wir links im Kirschwald große Steine. Sie liegen in Nähe eines früheren Galgenplatzes. Der eine Stein zeigt sogar noch die Andeutung einer Blutrinne. Diesen früher grausamen Platz verlassen wir nun schnellstens, und über die Starkenburger Kreuzung gelangen wir zu den Kampsteinen, wahrscheinlich "Visiersteine" der Kelten, mit denen die Saatzeiten bestimmt wurden. Hier in der Nähe gab der Boden alte römische Funde frei. Ein römischer Grabstein ist im Gymnasium untergebracht, und ein Urlauber fand einen keltisch-römischen Armreif. Der Weg führt weiter zu einer Quelle "Hofboor" genannt, von wo die Franzosen auf der Grevenburg ihr Wasser in Tonröhren bezogen. Einige Röhren finden Sie im Museum Trarbach. Die 4-Schanzen-Tournee neigt sich dem Ende zu. Über die "Alte Straße" geht es abwärts über die Grevenburg zum Ausgangspunkt. Sie können ja inzwischen den Weg selbst begutachten und für schön befinden.